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Steuerliche Regeln beim Immobilienverkauf

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Urteil des Bundesfinanzhof

Normalerweise bleibt bei Immobilien der Veräußerungsgewinn - auch nach Einführung der neuen Abgeltungsteuer - nur dann steuerfrei, wenn zwischen Kauf und Verkauf mindestens zehn Jahre liegen. Mögliche Ausnahme: Der Eigentümer kann bei der Veräußerung auch vor Ablauf der zehnjährigen Spekulationsfrist die Spekulationssteuer vermeiden, wenn er die Immobilie mindestens im Jahr des Verkaufs und in den beiden Jahren zuvor selbst genutzt hat - sagt Eric Reißig von der Quelle Bausparkasse.

Dazu muss der Eigentümer die Immobilie aber selbst tatsächlich und auf Dauer bewohnen. "Wer nur gelegentlich in der Wohnung wohnt, erfüllt dieses Faktum jedoch nicht", warnt Reißig. So reicht eine lediglich sporadische Nutzung, zum Beispiel während Bau- oder sonstigen Renovierungsarbeiten, nach Ansicht des Bundesfinanzhofs nicht aus. Die harte Konsequenz: Für den Immobilienverkauf wird Spekulationssteuer fällig (Beschluss vom 15. 04. 2008, Az. IX B 159/07).

Im Falle eines Mehrfamilienhauses gilt: Nur die selbst genutzte(n) Wohnung(en) sind bei einem Verkauf vor Ablauf der Spekulationsfrist steuerfrei. Die vermieteten Wohnungen nicht. "Der Immobilienbesitzer muss hier genau errechnen, welchen Anteil an den gesamten Quadratmetern Wohnfläche er selbst nutzt", sagt Reißig. Bei zwei gleich großen Wohnungen in einem Haus würde zum Beispiel die Hälfte des Verkaufsgewinnes dann steuerpflichtig.

Information von:
Quelle Bausparkasse
 
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