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Bauunternehmer haftet für unzureichenden Schallschutz

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OLG Koblenz, Urteil vom 29.06.2005 - 1 U 1825/00

Ein unzureichender Schallschutz zwischen zwei Doppelhaushälften verpflichtet den Bauunternehmer zu Schadenersatz. Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz in einem Urteil. Nach Auffassung der Richter sind die beim Bau der Doppelhaushälfte geltenden Regeln der Technik zum Schallschutz anzuwenden. Für einen geringeren Standard müsse der Unternehmer haften

Das Gericht sprach einem Bauherrn rund 40000 Euro als Schadenersatz zu. Der Kläger hatte eine Doppelhaushälfte gekauft. Den Schallschutz hielt er für unzureichend. Ein Gutachten bestätigte, dass jedenfalls 1994 beim Bau der Doppelhaushälfte die damals geltenden und üblichen technischen Möglichkeiten zum Schallschutz nicht beachtet worden seien. Das OLG hielt es daher für gerechtfertigt, dass der Kläger eine deutliche Minderung des Kaufpreises forderte. Besonders ins Gewicht falle, dass nachträglich eine bautechnische Behebung des Mangels nicht mehr möglich sei.

Quelle: www.guter-rat.de

Baurechtsurteile.de Beitrag 514
 
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